Mein Vogeljahr 2017

Mein erstes „Vogeljahr“ neigt sich dem Ende zu. 2017 begann ich, Vögel zu beobachten und zu fotografieren. In dieser Zeit sind mehrere Tausend Bilder entstanden, von denen ich Dir die monatlichen Highlights zeigen will. Einige sind besonders, weil sie seltene Vögel zeigen. Andere Bilder zeigen Arten, denen ich besonders häufig begegnet bin. Und manche sind einfach lustig. Ich hoffe, dass auch Du Gefallen an ihnen findest!

Januar

Meine Faszination für die Vogelwelt wurde am Futterhäuschen im Garten geweckt. Natürlich wollte ich meine Beobachtungen gerne auch festhalten, was im Januar noch ohne große Brennweite geschehen musste.

Amsel
Besucher wie die Amsel weckten meine Neugier.

Februar

Die Anschaffung meines ersten Teleobjektivs machte mir das Fotografieren natürlich etwas leichter. Der erste Fotoausflug führte mich in ein Naturschutzgebiet, in dem ich mir bis dahin viele unbekannte Vogelarten traf, darunter Bergfink oder Kernbeißer. Auch den Erlenzeisig sah ich zum ersten Mal.

Erlenzeisig
Mein erster Fotoerfolg: Ein Erlenzeisigweibchen.

März

Im März begann ich in der näheren Umgebung, meinen Fotomotiven aufzulauern. Am Feldrand zeigten sich besonders häufig Mäusebussarde. Aber auch andere Greifvögel wie der Sperber wagten sich in meine Nähe.

Sperber
Der Sperber bemerkte mich nicht in meinem Versteck.

April

Der Stieglitz zählt mit seinem bunten Gefieder zu einem meiner Lieblingsvögel. Im Frühjahr besuchten sie uns häufig auch im Garten. In der grauen Umgebung der noch kahlen Bäume strahlt er umso mehr.

Stieglitz
Der Stieglitz stammt aus einem kleinen Schwarm in unserer Umgebung.

Mai

Mein „Maivogel“ ist eindeutig der Bluthänfling. Ein Pärchen brütet seit einigen Jahren regelmäßig in unserem Garten. Bisher hatte ich ihn an keinem anderen Ort getroffen. Ein umso schönerer Zufall war es, dass ein Pärchen neben unserer Terrasse der Ferienwohnung in der Rhön ein Nest hatte. Das erste Geräusch, das ich bei der Ankunft hörte, war der Ruf der Mutter nach ihren Jungvögeln.

Bluthänfling
Das Bluthänflingweibchen beäugte uns skeptisch vom Apfelbaum aus.
Bluthänfling
Der Jungvogel war schon ausgeflogen. Aber manchmal kehrte er zum Nest zurück und wurde von den Eltern gefüttert.

Juni

Bei einem Praktikum im Juni durfte ich erfahren, wie wichtig gute Kontakte bei der Vogelfotografie sind. Ein Ornithologe zeigte mir ein Waldkauzpaar, das an Besuch gewöhnt zu sein schien und mich mit geduldigem Blick beobachtete.

Waldkauz
Die Waldkauzdame lugte aus ihrer Höhle hervor.

 

Juli

Im Juli ergaben sich viele Begegnungen mit Störchen. Weißstörche fotografierte ich vor allem über den bunten Wiesen im Spreewald.

Weißstorch
Ein Weißstorch flog dicht an mir vorbei.

Eine unerwartete und beinahe unglaubliche Beobachtung war die zweier Schwarzstörche (ausgerechnet in unserer strukturlosen Umgebung und einseitigen Landwirtschaft). Aus der Ferne sah ich zwei schwarze und zwei graue Punkte auf einem abgeernteten Feld. Zwei Graureiher und …? Im Scherz tippte ich auf Schwarzstörche. Beim Anpirschen sollte sich die Vermutung als richtig herausstellen.

Schwarzstorch
Zwei Schwarzstörche suchten die Gesellschaft der Graureiher – Und bereiteten mir die wertvollste Beobachtung in diesem Jahr.

 

 

August

In meinem Beitrag Erkundung der Tiroler Vogelwelt habe ich dieses Bild vom Wiedehopf schon einmal vorgestellt. Es stammt aus der Kategorie „Glück gehabt“ und war ein toller Zufall. Zwei Paare der wundervollen, einzigartigen Vögel haben wir auf einem Spaziergang wenige hundert Meter von unserem Hotel entfernt getroffen.

Wiedehopf
Der Wiedehopf gewährte mir einige schöne Fotos.

 

September

Auch diese Aufnahme aus dem September ist ein Glücksfall. Ganz in der Nähe lebt ein Grünspechtpaar. Im Frühjahr und Sommer hört man sie fast jeden Tag, aber aus der Nähe lassen sie sich selten blicken. Doch manchmal statten sie unserer Wiese einen Besuch ab.

Grünspecht
Der Grünspecht machte mit seinem prächtigen Gefieder auf sich aufmerksam.

 

Oktober

Eindeutig meistgesehener Vogel im Oktober: Das Sommergoldhähnchen. Nicht nur in Kroatien traf ich ihn häufig. Auch in der Heimat ließen sich einige in der Nähe ihrer alten Brutstätte blicken.

Sommergoldhähnchen
Das flinke Sommergoldhähnchen gab mir zwei Sekunden für eine Aufnahme, ehe es auf den nächsten Ast hüpfte.

 

November

Die Blaumeise ist natürlich keine ausgesprochene Seltenheit, aber dieses Bild finde ich trotzdem sehenswert. Direkt vor unserer Terrassentür habe ich ein paar Meisenknödel aufgehängt. Beim Fotografieren durchs Fenster ist eine lustige Frontalansicht entstanden.

Blaumeise
Die kleine Blaumeise hat mich wohl hinter dem Fenster gesehen.

 

Dezember

Nach Beginn der Fütterung bleiben natürlich auch die winzigen Schwanzmeisen nicht lange fern. Dass sie aber so mutig sind, den Garten zu besuchen, wenn ich über die Wiese laufe, war eine Überraschung.

Schwanzmeise
Die Schwanzmeise ließ sich direkt neben mir nieder.

 

 

All diese Vogelbeobachtungen (von insgesamt knapp über 80 Arten) innerhalb so kurzer Zeit lassen mich immer wieder staunen und machen mich neugierig auf das nächste Jahr. Ich hoffe, dass mich dieses liebgewonnene Hobby noch lange begleiten wird und dass auch Du ein wenig Freude an den Bildern hast.

Einen guten Rutsch ins neue Jahr und liebe Grüße,
Anna!

43 Kommentare zu „Mein Vogeljahr 2017

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    1. Vielen lieben Dank! Ich bin auch zufrieden, obwohl ich natürlich trotzdem manchmal ein bisschen neidisch auf Deine tollen Beobachtungen schiele 😉
      Ich wünsche auch einen guten Rutsch und viele schöne Beobachtungen!

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  1. Tolle Fotos hast Du da vor die Linse bekommen. Ich würde mir wünschen wir hätten hier in unseren Regionen eine ähnliche Artenvielfalt. Aber da muss ich mich wohl mit weniger zufrieden geben. Mal sehen wie mein Vogeljahr 2018 wird? Dir viel Erfolg fürs Vogeljahr…

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  2. Liebe Anna, ein Gutes Neues (Vogel-)Jahr für dich 🙂 Zauberhafte Fotos hast du gemacht. Was für Glückstreffer – Schwarzstörche, wow ! Der Grünspecht ist fantastisch (hier hört man ihn auch oft, aber sehen: keine Chance !) und auch alle anderen Pieper-Fotos sind toll geworden. Das Meisenbild ist große Klasse. Ganz die Blaumeise, immer ein bißchen der Clown 😉 Ich freue mich auf weitere tolle Fotobilder. Noch viel Freude damit und weiterhin so viel Glück bei den Begegnungen ! Almuth

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    1. Hallo Almuth,
      ein großes Danke an Dich! Ja, manchmal hat man eben auch einfach Glück! Darüber bin ich auch sehr glücklich 🙂
      Vielen, vielen Dank! Ich wünsche Dir auch viel Erfolg im neuen Jahr und liebe Grüße! 🙂

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  3. Ich wünsche Dir auch ein tolles, neues Vogeljahr 2018! Unsere Geschichte vom letzten Jahr ist ja sehr ähnlich. Wir haben uns beide ein Teleobjektiv gekauft und sind auf die Jagd nach Motiven gegangen. Und haben dann darüber geschrieben. Ich beneide dich sehr um einige deiner Fotos. Klar, der Wiedehopf. Da kann ich nicht mal dran denken, den vor die Kamera zu kriegen. 🙂 Aber auch der Grünspecht. Der schon in meinem Garten war, aber jedes Mal verschwindet wenn er mich sieht. Ich wünsche Dir viel Glück für dieses Jahr!
    Viele Grüße, Michael

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    1. Vielen lieben Dank! Toll, dass ihr auch so viel Freude daran findet. Einige der Beobachtungen hätte ich mir auch nie, nie erträumen lassen 😅 Ich wünsche Dir auch noch viel Glück, auch mit Deinem Grünspecht 😉
      Alles Gute für 2018! 😊

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  4. Um den Waldkauz beneide ich dich ja richtig! Ich habe bis jetzt einfach kein Glück… Habe mehrere Waldkauzreviere um die Ecke und kenne darüber hinaus einen konkreten Baum mit Höhle wo er sich auch Spaziergängern zeigt – dennoch hat er sich mir noch nicht präsentiert. Im April hatte ich kurzzeitig einen Uhu áuf dem Friedhof in meiner Nachbarschaft, den ich nachts bei geöffnetem Fenster hören konnte. Eulen sind einfach wahnsinnig faszinierend. Ich hoffe, 2018 komme ich zu einem Eulenfoto.
    Dir ein frohes Neues!
    Patrick

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    1. Ja, der Waldkauz ist auch mein persönlicher Favorit 😊
      So ähnlich geht es mir immer mit „meinen“ Waldohreulen-Plätzen… da hatte ich bisher auch noch nie Erfolg…
      Ich wünsche Dir viel Glück mit deinen Käuzen und alles Gute fürs Neue Jahr!

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    1. Ja, eine Beobachtung, wie ich sie so schnell sicher nicht wieder machen werde.
      Auf den Pirol war ich auch ganz „heiß“. Früher lebte immer ein Paar in einem Wald in der Nähe, man hat sie dort im Sommer gehört. Aber seit dort Jugendliche eine Motocrossstrecke angelegt haben, kommen sie nicht mehr 😦 Im Spreewald konnte ich letztes Jahr welche hören, habe aber leider keinen vor die Linse bekommen. Also Glückwunsch zu diesem Highlight! 😊
      Liebe Grüße, Anna ☺️

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      1. Ja, oft kann man sie nur hören, schon das freut mich. Sie zu erblicken ist sehr schwer. Der Pirol versteckt sich gut in den Bäumen und wechselt dann immer mal den Platz. Leider ist der ständige Landverbrauch für viele seltene Vögel das Ende. Wenn ich an meine Kindheit denke, was es da alles noch gab vor der Haustür.

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      2. Das ist wirklich sehr schade. Ich staune auch immer, wenn mir meine Mutter bzw. mein Großvater von den Vögeln erzählen, die in ihrem Park gebrütet haben. Mit heute nicht mehr zu vergleichen…

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      3. Als Kinder sind wir über Rebhühner, Kiebitze oder Bekassinen quasi gestolpert. Wer kennt diese Vögel heute noch? Selbst Feldlerchen werden schon selten. Gerade die Bödenbrüter haben es besonders schwer. Einige Vögel profitieren aber auch. So haben wir wieder Störche, sehr viele Graureiher, Kormorane und selbst den Eisvogel sieht man oft – Vögel, die in meiner Kindheit eher selten waren. Insgesamt ist der Artenschwund aber besorgniserregend. Das Gleiche gilt für Insekten, Reptilien und Amphibien.

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      4. Stimmt, so etwas kann ich mir kaum vorstellen. Es mag vielleicht alles Vor- und Nachteile haben, aber ich denke auch, dass die Nachteile hier so stark überwiegen, dass wir uns eine weitere Entwicklung wie diese eigentlich nicht leisten können…

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  5. Liebe Anna, du bist der beste Beweis dafür, dass Vögel füttern Gold wert sein kann. Ohne dein Vogelhäuschen wär all das nicht entstanden. Großartig!
    Und hammer, wie du dich in nur einem Jahr der Vogelwelt annähern konntest – mit Kamera und Wissen. Für 2018 die besten Piepmatzwünsche!
    Sabine

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      1. Ich hatte mal junge Waldohreulen im Garten. In einem Elsternnest in einer Birke hatte die Mutter sie ausgebrütet und dann sind sie irgendwann vom Baum gefallen. Ich fand es besonders spannend, dass man sie dann gar nicht wegnehmen soll, sondern dass sie selbst wieder auf einen Baum klettern, den Baumstamm hoch. Sie saßen dann noch viele Tage und Nächte in den Bäumen, durch die Positionsrufe hat man sie gehört. Und dann irgendwann sind sie flügge geworden, ausgeflogen und waren weg. Seitdem kan leider keine neue Eule…

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      2. Das ist ja wirklich eine ganz besondere Erfahrung, so eine Brut miterleben zu können. Dieses Jahr habe ich hin und wieder einen Waldkauzästling „besucht“, der saß auch immer auf einem anderen Ast. Das ist schon spannend. 🙂
        Eine Waldohreule konnte ich dieses Jahr in einer Kastanie im Garten meiner Oma mehrmals beobachten, vor einigen Jahren saßen sie dort noch zu dritt. Und ich habe auch einige weitere Waldohreulen-verdächtige Bäume, auch wenn ich die Vögel selbst dort noch nie gesehen habe (nur Kot und Gewölle 😉 )
        Hoffentlich siehst Du bald mal wieder welche! Mein Herz macht immer einen riesigen Sprung, wenn sich so eine Beobachtung ergibt, so aufgeregt bin ich dann 😀

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